31.03.2020

Bezahlen ohne Gegenleistung

Ein ungewohnter Gedanke – CDU Coesfeld ruft zur Solidaritätsaktion auf

„Bezahlen ohne Gegenleistung – ein ungewohnter Gedanke“, mit einer Solidaritätsaktion bringt sich der CDU-Stadtverband Coesfeld in die Hilfen für notleidende Unternehmen ein. Zum Hintergrund aus Sicht der Union: „Viele Unternehmen leiden massiv unter den Corona-bedingten Betriebsschließungen.

Besonders hart trifft die Krise viele Solo-Selbständige, aber auch Betriebe, die ihre Türen komplett schließen müssen. Die Einnahmen sind dann weggebrochen, die Ausgaben laufen weiter. Das vor wenigen Tagen gestartete Soforthilfeprogramm von Bund und Land kann zwar anfänglich eine gewisse Entlastung bringen, aber reicht das? Kreative Ideen sind gefragt“.

Manche Unternehmen, die für Kunden geschlossen sind, bauen jetzt einen Lieferservice auf. Der Münsterland e. V. zum Beispiel hilft mit, die Angebote mittels einer neuen Plattform bekannt zu machen. Andere Ideen beschäftigen sich mit Gutschein-Konzepten, bei denen heute der Gutschein bezahlt wird, die Leistung aber erst später erbracht wird. „Man könnte auch noch einen Schritt weiter denken“, meint der CDU-Stadtverband Coesfeld, und appelliert an die Solidarität und Verbundenheit eines jeden Einzelnen. Wenn der Haarschnitt im Friseurgeschäft, der Kegelabend auf der Kegelbahn der Stamm-Gaststätte, der Musik-Unterricht beim privaten Musiklehrer, der Termin in der Fußpflege oder ähnliches ausfällt, könnte man Solidarität zeigen und trotzdem bezahlen.

Das bedeutet: Bezahlen ohne Gegenleistung – ein ungewohnter Gedanke. Den man aber in der jetzigen Krisenzeit durchaus weiterdenken sollte, meint die CDU: „Für den Einzelnen sind das ja meistens recht überschaubare Beträge, die man in normalen Zeiten ohnehin ausgegeben hätte.“ Die Wirkung wäre ein grandioses Zeichen von Solidarität und Gemeinschaft. Zumindest wenn viele so denken. „So würde der oft existenzbedrohende Umsatzeinbruch, der einzelne Berufe und Branchen völlig unverschuldet trifft, abgefedert werden können.“

Die CDU jedenfalls möchte diesen Gedanken in die Diskussion bringen. Sie hofft, dass diese Überlegung in den Familien diskutiert wird und dass ein Zeichen für Verbundenheit und gesellschaftliches Miteinander gesetzt werden kann: „Jeder Einzelne ist aufgerufen, zu überlegen, ob ein solches Zeichen der Solidarität auch für ihn in Frage kommen könnte.“ All dies wäre freiwillig und würde, davon ist die CDU überzeugt, den „Zusammenhalt in unserer Stadt ganz besonders stärken.“

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